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Warum ich schreibe......

Weil ich beim Schreiben in meiner höchsten Freude bin. Beim Schreiben und beim Fotografieren. Ich schreibe nicht um damit Geld zu verdienen und ich schreibe nicht um Andere zu belehren. Ich schreibe weil ich meine Gedanken teilen möchte. Ich schreibe über Dinge und Menschen, die mir auf meinem Weg durch's Leben begegnet sind, die mich geformt und beeindruckt haben. Für diejenigen Leser für die das, was ich zu sagen habe und fotografiere wertvoll ist, gibt es in der Fußzeile meinen PayPal-Link. 

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Das oder auch der Blog /blɔg/ oder auch Weblog /ˈwɛb.lɔg/ (Wortkreuzung aus engl. Web und Log für Logbuch oder Tagebuch) ist ein auf einer Website geführtes und damit meist öffentlich einsehbares Tagebuch oder Journal, in dem mindestens eine Person, der Blogger, international auch Weblogger genannt, Aufzeichnungen führt, Sachverhalte protokolliert („postet“) oder Gedanken niederschreibt.
Angekommen

Angekommen auf der Insel bin ich schon vor 17 Tagen. Angekommen in der Stille bin ich erst heute, einen Tag nach Weihnachten.

Und mit Stille meine ich nicht das, was ich empfinde, wenn ich mich einer lärmenden Großstadt, oder dem vorweihnachtlichen Geschenke-Einkaufsmarathon entziehe. Nicht die Stille, die ich habe, wenn ich mich in die Abgeschiedenheit zurückziehe, ohne Autolärm und ohne die ständig redenden Menschen - denn dieses Getöse habe ich auch hier, sogar im Winter, außerhalb der touristischen Hoch-Zeit. Gestern Abend beispielsweise - immerhin der zweite Weihnachtsfeiertag - verwandelte sich die Altstadt von Chania in eine riesige Freiluft - Discothek. Als Weihnachtsmänner verkleidete junge Leute tanzten zu "Thunderstruck" von AC/DC, untermalten das ganze noch mit Trillerpfeifen. Und was soll ich sagen...es zog mich magnetisch an, pulsierendes Leben! Auch das kenne ich nicht von mir.

Also das, was man allgemein unter Stille versteht bekomme ich hier nicht.

Es ist eine Stille in mir. Mein Verstand ist still geworden, er erzählt mir keine Geschichten mehr. Schon gestern fiel mir das auf. Ich war zum Mittagessen in einem Restaurant, in dem ich vor zwei Jahren mit einem geliebten Mann war. Normalerweise hätte ich einen solchen Platz entweder gemieden, oder mir wären beim Essen die Tränen runtergelaufen. Sätze wie: "hier war noch alles in Ordnung!", "weißt Du noch damals?" Mit solchen Sätzen kann mir der Verstand noch mal schön Salz in alte Wunden streuen. Nicht so diesmal. Seltsam. In mir war alles ruhig. Ich genoß das Essen, die Wärme im Raum und dass ich von meinem Platz aus, die Schiffe im Hafen betrachten konnte.

Viele Bücher haben mich hierherbegleitet. Unter anderem ein Tagebuch von 1994. Ich wollte noch mal lesen, was ich in einer Zeit gefühlt habe, in der ich mich in meiner Haut nicht wohl gefühlt habe, nicht ich selbst war und ich nicht im geringsten meinen eigenen Weg gegangen bin. Damit wollte ich mit diesem Kapitel abschließen. Es ist ziemlich ermüdend über diese Zeit zu lesen. Was mich im Innersten bewegt hat, ist überhaupt nicht auffindbar, aber ich denke ich konnte das zu dieser Zeit auch gar nicht artikulieren. Doch ein Satz hat mich erstarren lassen, eigentlich waren es zwei:

"Gestern als ich mit der Straßenbahn durch die Stadt gefahren bin, wollte ich wieder alles haben. Dabei will ich nur eins: endlich das finden, was für mich bestimmt ist!"

Seit diesem Satz sind nun fast 25 Jahre vergangen und ich fühle mich immer noch auf der selben Suche, habe immer noch die selbe Sehnsucht, trotz der großen Veränderungen, die in mir stattgefunden haben.

Und in dem Moment wurde mir klar, dass der einzige Weg diese Sehnsucht loszuwerden nicht deren Erfüllung ist. Keine Liebesbeziehung, keine Bewunderung, kein Haus und auch keine noch so tolle und erfolgreiche Arbeit wird mir diese Sehnsucht erfüllen. Das einzige was diese Sehnsucht still werden lässt ist das Erwachen.

Noch vor ein paar Monaten war das für mich ein Begriff, den ich irgendwie in die esoterische Ecke geschoben hätte. Hieß es doch früher "Erleuchtung" und wurde von mir in Verbindung gebracht mit meditierenden Einsiedlern im Himalaya. Etwas, was man sowieso als normaler Westler nicht erreicht und auch gar nicht haben will, da die Vorstellung bestand, dass man als Erleuchteter nur noch vergeistigt in der Ecke sitzt und am "wahren" Leben gar nicht mehr teilnimmt.

Mein Bild änderte sich jedoch, als ich die Arbeit von Christian Meyer kennenlernte. Sein Buch: "Ein Kurs in wahrem Loslassen" führt dahin, was Aufwachen eigentlich bedeutet.

Durch das Zulassen und ganz Fühlen aller Gefühle, insbesondere auch der schmerzhaften, gelangt der Mensch zu einer inneren Stille. In dieser Stille existieren keine Sehnsüchte und keine Wünsche mehr. Und deren Nicht-Erfüllung zieht somit auch kein Leid mehr nach sich.

Übungsfelder Gefühle zu fühlen gibt es auch hier mehr als genug. Was passiert, wenn ich wütend werde, weil kein warmes Wasser aus der Leitung kommt, das Zimmer in dem ich wohne so eingestaubt ist, dass ich nicht atmen kann. Wenn das Frühstück, das einen horrenden Preis kostet aus zwei lapprigen Toasts mit abgepackter Marmelade besteht. Statt in den Widerstand zu gehen, mich zu beschweren und zu rebellieren, fühle ich einfach mal die Wut. Sie ist ja ein ganz altes Gefühl. ein Tropfen der in das Faß läuft mit der Aufschrift:

Natürlich passiert das wieder mir! oder Mit mir kann man es ja machen! schlimmstenfalls: Ich habe es nicht anders verdient! 

Also lasse ich die Wut da sein, spüre wie sich sich wandelt, manchmal in eine Fröhlichkeit, immer seltener in eine Traurigkeit. Aber es hat 17 Tage gedauert bis ich durch das Fühlen - für den Moment - angekommen bin in der Stille.

 

 

 

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