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Warum ich schreibe......

Weil ich beim Schreiben in meiner höchsten Freude bin. Beim Schreiben und beim Fotografieren. Ich schreibe nicht um damit Geld zu verdienen und ich schreibe nicht um Andere zu belehren. Ich schreibe weil ich meine Gedanken teilen möchte. Ich schreibe über Dinge und Menschen, die mir auf meinem Weg durch's Leben begegnet sind, die mich geformt und beeindruckt haben. Für diejenigen Leser für die das, was ich zu sagen habe und fotografiere wertvoll ist, gibt es in der Fußzeile meinen PayPal-Link. 

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Das oder auch der Blog /blɔg/ oder auch Weblog /ˈwɛb.lɔg/ (Wortkreuzung aus engl. Web und Log für Logbuch oder Tagebuch) ist ein auf einer Website geführtes und damit meist öffentlich einsehbares Tagebuch oder Journal, in dem mindestens eine Person, der Blogger, international auch Weblogger genannt, Aufzeichnungen führt, Sachverhalte protokolliert („postet“) oder Gedanken niederschreibt.
In der Nacht will meine Seele mir was erzählen

5 Tage habe ich nun im Benediktushof in Holzkirchen verbracht. Über das Retreat kann ich noch nicht schreiben und werde ich vielleicht auch gar nicht, da es noch andauert, ein Prozess ist, der schon lange läuft und noch lange nicht abgeschlossen ist. Erwacht bin ich nicht und am letzten Tag spürte ich dass es auch viel zu früh dafür ist. Zu Vieles halte ich noch fest. Aber es ist auch ein Genuss, das zu erkennen und fühlen zu dürfen, den Weg zu gehen, mich weiterzubewegen.

Worüber ich eigentlich erzählen will ist dieser Ort und was ich dort erfahren habe, was für Widerstände,  Vorurteile, Gedanken und Glaubenssätze die in meinem Inneren toben und gären, wie sie hochkamen und sich in Luft und vor allem Liebe auflösen konnten.

Das was ich jetzt schreibe hat mir meine Seele in der Nacht erzählt. Schon lange kenne ich ja das „Problem“ (als solches habe ich es bisher gesehen), dass ich nachts zwischen 2 und 3 Uhr wach werde und dann so ca. drei Stunden nicht schlafen kann. Früher habe ich mich geärgert, mich im Bett rumgewälzt, ferngesehen, gegessen um dann gegen 5 Uhr wieder einzuschlafen. Als ich dann Heilpraktikerin wurde, wurde mir klar, dass es an der Leber liegen musste und habe es mit den naturheilkundlichen  Methoden gut in den Griff bekommen.

Als es jetzt während der fünf Tage Retreat auch auftrat und ich mit einem Gefühl  einer unangenehmen Anspannung aufwachte wurde mir klar, dass da etwas gefühlt werden will, dass meine Seele mir etwas sagen will und ich habe zugehört.

Es ging um mein Herz, wie es sich geweitet hat an diesem Ort und wieviel Liebe ich dort gespürt habe. Es ging um Begegnungen um Herzensbegegnungen.

Ist man im Benediktushof zu Gast – auch wenn man an einem Kurs teilnimmt -wird man gebeten eine Stunde am Tag mitzuarbeiten. Bei der Anmeldung wusste ich das noch gar nicht so richtig. Ich hatte was gelesen, dachte aber: ok, wenn ich dort einen Kurs besuche und dafür bezahle, dann werde ich schon irgendwie ohne davonkommen….als ich mich dann in die Liste eintragen sollte, wurden meine Widerstände lauter: Das wird bestimmt nicht gut, vielleicht kannst Du das gar nicht was da verlangt wird usw. Vorsorglich trug ich mich dann für Spülen und Abtrocknen ein, so nach dem Motto: das ist am wenigsten unbekannt, das ist machbar. Und dann noch gleich morgens um 8, da habe ich es für den Tag hinter mir. Als ich auf mein Zimmer kam, las ich noch, dass man am Abreisetag Toilette, Dusche, Waschbecken, Schreibtisch putzen solle und das Bett für den Zimmernachfolger beziehen solle. Also das auch noch!  Augen zu und durch dachte ich mir….

Am nächsten Tag stand ich nach dem Frühstück vor der Spülküche rum und wusste nicht so recht ob ich da jetzt reinplatzen soll, das alte Drama von „bloß nichts falsch machen und im Weg rumstehen, wenn andere arbeiten“. Doch die Angestellten die uns dann abholten und einwiesen waren so gelassen und herzlich, dass die Ängste, wieder mal alles falsch zu machen, sich einfach auflösten, selbst als die ersten Tassen zu Bruch gingen.

In der Küche ging es relativ eng zu, zumal wir zu dritt abtrockneten. Gleichzeitig arbeiteten dort noch ein Koch und Köchinnen, die Gemüse schnippelten und kochten für Mittag- und Abendessen. Dort im Haus wird ja die meiste Zeit geschwiegen und so gab es auch während dieser Arbeit, die als Achtsamkeitsübung gesehen wird, auch keine privaten Gespräche mit dem Personal. Man wünschte sich einen guten Morgen und als die Arbeiten erklärt waren war es das.

Nach dem letzten Mittagessen am Abreisetag, hatte ich plötzlich das Bedürfnis, mich von dem Koch zu verabschieden, den ich fast täglich dort getroffen hatte. Unterhalten hatten wir uns nicht. Es war jenseits von Flirt oder irgendeinem Mann-Frau Ding. Er lief mir dann zufällig über den Weg und ich sagte Dinge wie: es war angenehm hier zu arbeiten, danke für die gute Zusammenarbeit und er antwortete Ähnliches. Aber die Worte wären überhaupt nicht nötig gewesen. Er legte seine Hand auf sein Herz und verneigte sich ganz leicht und das sagte alles das was auch mein Gefühl war.

Ich spürte eine unheimliche Wärme, eine Kommunikation ohne Worte und Schubladendenken.

Danach ging ich in mein Zimmer um es für meine Nachfolgerin herzurichten. Ich putzte das Bad, bezog das Bett frisch und als ich es glatt strich war ich so voller Liebe als würde ich das für mich, meinen Bruder meine Schwester oder für meine allerliebste Freundin tun und ich hatte den Satz im Kopf: „mögest Du gut darin schlafen“. So ein Satz kann glaube ich nur in Stille und Demut entstehen. Etwas für den anderen tun, einfach weil es ihn gibt und weil wir alle gleich sind, in Liebe verbunden.

Die ganzen Tage hatte sich meine Traurigkeit nicht blicken lassen. Eigentlich war ich ja dort um sie zu bearbeiten, aber sie wollte sich einfach nicht zeigen. Am letzten Tag beim Frühstück kam sie dann doch kurz vorbei und da wusste ich plötzlich genau warum. Weil ich mich die ganzen Tage richtig gefühlt habe: ich durfte so sein wie ich bin, ruhig und in mich gekehrt, da gab es keinen Grund traurig zu sein. Als mir dann klar wurde, dass ich jetzt wieder in meine Umgebung zurückgehe kam auch das Gefühl wieder zurück. Aber auch schön das so klar zu erkennen, dann kann es „ausgefühlt“ werden um dann irgendwann zu verbrennen.  

      

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