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Warum ich schreibe......

Weil ich beim Schreiben in meiner höchsten Freude bin. Beim Schreiben und beim Fotografieren. Ich schreibe nicht um damit Geld zu verdienen und ich schreibe nicht um Andere zu belehren. Ich schreibe weil ich meine Gedanken teilen möchte. Ich schreibe über Dinge und Menschen, die mir auf meinem Weg durch's Leben begegnet sind, die mich geformt und beeindruckt haben. Für diejenigen Leser für die das, was ich zu sagen habe und fotografiere wertvoll ist, gibt es in der Fußzeile meinen PayPal-Link. 

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Das oder auch der Blog /blɔg/ oder auch Weblog /ˈwɛb.lɔg/ (Wortkreuzung aus engl. Web und Log für Logbuch oder Tagebuch) ist ein auf einer Website geführtes und damit meist öffentlich einsehbares Tagebuch oder Journal, in dem mindestens eine Person, der Blogger, international auch Weblogger genannt, Aufzeichnungen führt, Sachverhalte protokolliert („postet“) oder Gedanken niederschreibt.
Ich bin ein Glückskind

Momentan liege ich in einem griechischen Krankenhaus auf der Insel  Rhodos. Als diese Geschichte vorgestern mit einem Sturz bei einer Wanderung begann, hatte sie dramatisches Potential. Beim Bergabgehen auf einem ausgetrampelten, plattgetretenen, staubigen und sehr steilen Waldpfad,  rutschte ich aus und mein rechter  Knöchel  bog sich um 90 Grad nach innen. Im Moment des Fallens danach, sah ich schon, dass der Unterschenkelknochen nicht mehr an seinem Platz war und wusste in diesem Augenblick, dass da was zerbrochen war.

Ich saß da und dachte nur: Sowas ist Dir schon so oft passiert, aber diesmal wusste ich, würde es ernst werden. Und dennoch – kein Schmerz, keine Tränen, keine Angst.  Zum Glück hatte ich mein Handy dabei, hatte sogar Empfang  und konnte meine Chefin erreichen, die den Arzt schicken konnte. Dann begegneten mir die ersten menschlichen Engel. Ein Rettungssanitäter aus Deutschland und seine Freundin kamen vorbei und fragten ob ich ok sei. Als ich verneinte und kurz geschildert hatte was passiert war, blieb die Frau bei mir, redete mit mir, hätte alles was sie dabei hatte mit mir geteilt, Wasser, Zigaretten, ihre Tasche zum Abpolstern, sie setzte sich hinter mich um mir den Rücken zu stützen,  während  ihr Freund zum Eingang des Waldgebietes ging und von dort Getränke und Eiswürfel mitbrachte. Er überbrachte mir auch die gute Nachricht, dass die Ambulanz unterwegs sei. Gleichzeitig hatte meine Chefin ja unseren Vertragsarzt erreicht, dieser nahm dann als nächster den beschwerlichen Wanderweg auf sich, um mich zu betreuen.

Problem war nur, dass ich ja noch auf dem Berg war. Zurückgehen war unmöglich, nicht mit dem baumelnden Fuß, der beim Versuch aufzutreten sich in alle Richtungen verschob  und komplett instabil war. Also musste die Feuerwehr gerufen werden. Bis diese kam verging eine weitere halbe Stunde. Bis dahin suchten „meine Engel“-mittlerweile verstärkt durch einen  Touristen, der bei der Bergrettung in der Schweiz  arbeitet- nach einem Weg, mich von oben aus dem Gebiet zu holen, da der Abstieg mit Trage komplett unmöglich gewesen wäre.

Dann kamen 4 nette Feuerwehrmänner und zwei Sanitäter den Wanderweg nach oben und packten mich auf eine Trage und dann begann für sie der schwierigste Teil. Mich über ca. 150m nach oben über Stock und Stein zu transportieren. All diesen Menschen bin ich so dankbar, dass ich es gar nicht in Worte fassen kann. 

Und ich bin dankbar dafür, dass ich von Anfang an komplett ruhig war und komplett im Vertrauen, dass alles gut ausgehen wird. Dass Menschen da sind, die mir uneigennützig helfen und so ging es weiter.

Im Krankenhaus angekommen traf ich auf Ärzte, die teilweise schroff waren aber auch sehr nette, die mir  auch mal die Hand hielten oder mir über die Stirn streichelten, wunderbare Gesten um mir zu versichern, dass ich nicht alleine bin.  

Nach unzähligen Röntgenbildern kam dann für mich die Hiobsbotschaft dass der Unterschenkelknochen an zwei Stellen gebrochen war und eine Operation „as soon as possible“ notwendig sei und dass vorher der Fuß noch eingerenkt werden musste, der Rest des Knochens noch in seine richtige Position gebracht werden musste. Auch dieser Arzt, der dann auch die OP durchführen würde war für mich wie vom Himmel geschickt. Schon älter, erfahren, trockener Humor, wunderbar gelassen. Mittlerweile darf ich ihn sogar Tassos nennen, wie wunderbar herzlich.

Mein erster Krankenhausaufenthalt, meine erste Vollnarkose und meine erste Operation und das auch noch in Griechenland, wo das Vorurteil besagt, dass da komische Zustände herrschen. Doch die Ärzte sind genauso kompetent wie in Deutschland und ich fühle mich sehr gut aufgehoben.

Das wahre Wunder ist aber, dass ich von der ersten Sekunde meines Sturzes an so ruhig war, so im Vertrauen, dass mein Leben positiv weiterlaufen würde, dass sich daraus einfach nichts Schlimmes entwickeln kann. Zur Operation wurde ich statt wie angekündigt „ in half an hour“ erst zwei Stunden später geholt,  von einem OP- Pfleger der etwas gröberen Sorte. Bis dahin konnte ich sogar noch in einem halb Schlaf-, halb Meditationszustand  warten, einfach in Ruhe abwarten, statt mich aufzuregen, dass nichts vorwärts geht.

Meine größte Angst vor einer Vollnarkose war immer, die Kontrolle abzugeben und eventuell danach nicht mehr aufzuwachen. Nicht so diesmal. Ich war mit allem, was geschehen hätte können, einverstanden. Wenn es vorgesehen ist, dass ich wieder erwache,  dann wird es so sein und wenn nicht dann ist der Plan eben so, aber alles wird zu meinem Besten sein. Und mit dem Satz von Christian Meyer im Kopf „Du bist eine unsterbliche Seele“ wusste ich mit Gewissheit, dass das „nur“ mein verletzter Körper ist, der da liegt.

Die Narkose war ein tolles Gefühl, bzw. gibt es ja dann kein Wehren, keinen Widerstand mehr.

Und ich wurde wieder geweckt, ich bin erwacht. Ob es das endgültige Erwachen war, weiß ich nicht. Aber ich fühle es als unendlich großes Geschenk, dass ich hier so gut versorgt bin, dass ich nach der OP bisher keinerlei Schmerzen hatte, die Mittel, die mir für die Nacht zur Verfügung gestellt wurden nicht nehmen brauchte. Und ich habe ein Glücksgefühl in mir. Ich fühle mich beschützt und behütet obwohl ich nicht im Geringsten weiß, wo ich  nächste Woche sein werde und wie die nächsten 6 Wochen auf einem Bein und das Laufen  mit Krücken sein werden.

Das einzige, was mein Verstand versucht ist mir einzureden: „Dir geht’s zu gut“ „so glücklich und in Frieden darfst Du in dieser Situation nicht sein“. Und er lenkt meine Gedanken auf den Zeitpunkt des Sturzes, wie schlimm der Bruch aussah. Aber wozu? Jetzt in diesem Augenblich geht es mir gut.

Meiner Zimmernachbarin geht es schlecht, sie hat sich für eine Operation in Deutschland entschieden und liegt mit ihrem Knochenbruch jetzt hier in der Warteschleife. Das macht mir ein schlechtes Gewissen. Verrückt, oder? Ein schlechtes Gewissen, weil es mir so gut geht.  Ein schlechtes Gewissen, dass ich sofort das Angebot angenommen habe mich hier operieren zu lassen.

Ich scheue mich nicht zu bitten, nicht das Personal, den Arzt, das Leben, die göttliche Energie, die Liebe. Und ich weiß, dass mir das gegeben wird, was ich brauche, nicht das was ich auf Biegen und Brechen will. Es kostet so viel Energie etwas manifestieren zu wollen, was einem nicht dient, was der Verstand/das Ego  aber unbedingt haben will.    

Ich bin ein Glückskind und ich darf es sein!

 Es darf mir zu gut gehen. Im Griechischen gibt es übrigens kein adäquates Wort für dieses „zu“.  Es gibt nur „es geht mir sehr gut“. Es gibt auch kein „zu kalt, zu heiß, zu alt, zu dick , zu dünn“. Vielleicht liebe ich dieses Land deswegen so sehr. Dieser versteckte Vorwurf „es geht Dir wohl zu gut“ existiert hier nicht, ich fühle ihn zumindest nicht.

Mögen alle die das hier lesen Glückskinder sein oder werden und die Engel erkennen, wenn sie ihnen begegnen!

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