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Warum ich schreibe......

Weil ich beim Schreiben in meiner höchsten Freude bin. Beim Schreiben und beim Fotografieren. Ich schreibe nicht um damit Geld zu verdienen und ich schreibe nicht um Andere zu belehren. Ich schreibe weil ich meine Gedanken teilen möchte. Ich schreibe über Dinge und Menschen, die mir auf meinem Weg durch's Leben begegnet sind, die mich geformt und beeindruckt haben. Für diejenigen Leser für die das, was ich zu sagen habe und fotografiere wertvoll ist, gibt es in der Fußzeile meinen PayPal-Link. 

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Das oder auch der Blog /blɔg/ oder auch Weblog /ˈwɛb.lɔg/ (Wortkreuzung aus engl. Web und Log für Logbuch oder Tagebuch) ist ein auf einer Website geführtes und damit meist öffentlich einsehbares Tagebuch oder Journal, in dem mindestens eine Person, der Blogger, international auch Weblogger genannt, Aufzeichnungen führt, Sachverhalte protokolliert („postet“) oder Gedanken niederschreibt.
Trauer - Der ungeliebte Gast

 

Als ich den Aufruf von Silke Szymura  las, etwas über das Thema Trauer zu schreiben war ich sofort dabei. So oft spürte ich Trauer in meinem Leben! So viel Trauer von der ich manchmal gar nicht wusste, wo sie herkommt. Natürlich weiß ich ein paar Ursachen. Als ich 11 Jahre alt war bekam meine Mutter die Diagnose Leukämie. Ich konnte mich immer an die Sekunde erinnern in der ich es unfreiwillig erfuhr.  Ab diesem Zeitpunkt war ich innerlich wie erstarrt, ich zog mich zurück, hatte zu nichts mehr Lust. Aber das Leben ging weiter.

 Erst mit 44 Jahren in einem Kinofilm wurde mir bewusst, dass dieser Augenblick mein Leben in eine Traurigkeit getaucht hatte, die ich seither immer bei mir trug. Als dann meine Mutter tatsächlich 7 Jahre nach der Diagnose starb, kam noch eine Schippe Trauer dazu, ich hatte es nicht wirklich registriert, aber ab diesem Zeitpunkt merkte ich plötzlich, dass ich nicht mehr lachen konnte.

Es gab Lebensabschnitte mit vielen Tränen und Wut (auch Wut ist eine Form Trauer auszudrücken – so sehe ich das heute), aber auch voller Glück und Heiterkeit. Aber hinter alldem steckte immer eine große Traurigkeit, die nie wegging. An guten Tagen, in den schönsten Situationen, oder schon in der Früh beim Aufwachen war der Satz in meinem Kopf: Ja, alles ganz nett, aber bald wirst Du sterben. Und es machte sich das Gefühl breit, dann alles zu verlieren in ein schwarzes dunkles Loch zu fallen, nichts mehr zu fühlen und nicht mehr am Leben teilhaben zu können.

Mir erschien es unwahrscheinlich, dass dies durch meine Erlebnisse in Kindheit und Jugend ausgelöst worden sein könnte, denn diese Verluste, dass Eltern sterben, dass eine Ehe kinderlos bleibt, das erleben schließlich viele Menschen. Und hatte ich nicht eine wirklich behütete Kindheit? Ich wuchs in materieller Sicherheit auf, ich war ein geliebtes und ersehntes Kind. In dieser prägenden Zeit ging es mir doch gut!

Also fing ich an zu kramen…mein Vater 1913 geboren, war in Russland und hat dort den zweiten Weltkrieg erlebt und als er nach Hause kam, waren seine beiden Brüder tot. Ich suchte dort die Ursache für seine Melancholie. Eine wirkliche Depression hatte er nie.

Ich suchte dort, da ich ihn nicht mehr fragen konnte, kaufte ich mir Bücher wollte ein Seminar besuchen über Das Nachwirken von Kriegserlebnissen in der nächste Generation, um seiner und  meiner Traurigkeit auf die Spur zu kommen.

Ich habe noch keines dieser Bücher geöffnet, denn die Trauer war plötzlich verschwunden.   Oder besser: sie hatte sich versteckt.

Das tut sie immer wieder mal.

Vor ca. einem halben Jahr bekam ich auf YouTube plötzlich immer mehr Vorschläge für Videos über Nahtoderfahrungen und ich sah mir bestimmt 30 oder 40 dieser Videos an. Einhellig berichteten die Menschen, die schon mal an der Schwelle des Todes gestanden haben über wunderschöne Begebenheiten. Es erwartete sie kein urteilender und strafender Gott sondern nur die absolute Liebe, eine Liebe so groß, dass sie irdisch gar nicht vorstellbar ist. Seitdem sind meine Gedanken über den eigenen Tod und die damit verbundenen Ängste nur noch minimal vorhanden.  

Was noch einmal wiederkam war die Trauer über die Krankheit meiner Mutter. Ich saß in einem Retreat von Christian Meyer und eine Teilnehmerin berichtete, dass sie immer wieder eine große Traurigkeit spüre, aber nicht wisse woher diese kommt. Da wurde meine Trauer wieder erinnert. An die Sekunde in der das Leben meiner Eltern explodierte und meines in die Traurigkeit getaucht wurde.

Die Trauer blieb genau einen Tag und eine Nacht. Am nächsten Tag war ich wild entschlossen, das Thema im Retreat anzusprechen und somit der Traurigkeit zu Leibe zu rücken.  Bevor es losging war eine 10minütige Zeit zur Sammlung . Ich hatte mich schon in der ersten Reihe platziert um dann auf das Podium zu gehen. Während der Wartezeit liefen mir die Tränen über die Wangen, ich konnte nicht mehr denken, nur fühlen.

Als die Veranstaltung an diesem Tag begann, war sie plötzlich verschwunden - die Trauer; und ist es bis heute geblieben. Das Fühlen hatte ausgereicht, ich musste es gar nicht thematisieren.

Die Trauer wird sicher mal wiederkommen, da ich jetzt sehen kann, dass sie in Wellen über mich rollt. Sie ist keine graue Wolke mehr die ständig über mir hängt, auch nichts was es gilt zu lösen oder wegzuschieben. Sie kommt in Trennungen von Menschen , oder auch von einer Wohnung, beim Ausräumen und Wegwerfen von Dingen, bei  jeglichem Loslassen kann sie auftauchen. Wollte ich sie nicht spüren, müsste ich es vermeiden mich von Dingen und Menschen zu  trennen .  Aber das will ich nicht, denn ich will leben und frei atmen können.

 

   

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